Hahn (frz. robinet, engl. stop-cock), ein Maschinenteil, mittels dessen man eine Rohröffnung durch eine einfache Drehbewegung momentan öffnen oder schließen, somit den Durchfluß einer Flüssigkeit, eines Gases oder Dampfes zeitweise hemmen und zeitweise wieder zulassen kann. Die gewöhnlichen Hähne bestehen aus dem in das abzusperrende Rohr etc. eingeschalteten Hahngehäuse, das quer zur Durchflußrichtung eine konische Durchbohrung hat und in dem ein konischer Körper (Hahnschlüssel, Küken) drehbar ist. Der Hahnschlüssel at eine Querdurchbohrung, die, wenn sie in der ichtung des Rohrs gestellt wird, den Durchfluß gestattet, dagegen quer zur Durchflußrichtung eingestellt, keine Flafsigkeit durchläßt. Man unterscheidet einfache Hähne mit zwei Wegen (Zweiwegehähne), Dreiwegehähne, Vierwegehähne u. s. w. . 1. Fig. 2 hrizontaler und vertikaler Längenschnitt eines einfachen Hahns. Einen einfachen Hahn zeigen die vorstehenden Figuren 1—3. Das Hahngehäuse trägt an der einen Seite eine Flansche, an der andern eine innen mit Gewinde versehene Nuffe, in welche das zur Weiterführung der betreffenden Flüssigkeit dienende Hahn eingeschraubt wird. Um das Küken in dem Hahngehäuse zu halten, ist ersteres am untern Ende mit einer Schraube versehen, die, nachdem das Küken in das Hahngehäuse 9. 7 ist, mit Scheibe und Mutter versehen wird. Fig. 4 und 5 zeigen ebenfalls einen einfachen H., bei dem aber das Küken nicht durch eine Schraube, sondern durch eine Stopfbüchse gehalten wird, welche zugleich zur Dichtung des H. dient. Diese Konstruktion (Stop +1 enhahn genannt) wird hauptsächlich zur Absperrung von Dämpfen und unter hohem Druck stehenden Gasen benutzt. Die Dreiwegehähne, wie ein solcher in Fig. 6 und 7 dargestellt ist, haben den Zweck, die betreffende Flüssigkeit u. s. w. nach zwei verschiedenen Querschnitt und Längenschnitt eines Stopfbüchsenhahns. Vertikaler und horizontaler Längenschnitt eines Richtungen leiten zu können, je nachdem man das Küken dreht. Auf dieselbe Weise lassen sich Vier- und Mehrweghähne herstellen. Fig. 8 — 10 zeigen Ansicht, horizontaler und vertikaler Längenschnitt eines Einsp einen sog. Einspritzhahn, bei welchem das hohle Küken eh oben von einer Schraube im Hahn510 se gehalten wird. Die Flüssigkeit tritt durch ie seitliche Flansche in das Innere des Kükens, welches nach unten Hn ist und somit den Austritt durch die Flansche gestattet. Die Ausführung der Hähne ist je nach dem speziellen Zwecke derselben verschieden. Entweder sind sowohl Gehäuse als Küken aus Messing, oder es ist das Gehäuse von Messing, das Küken aus Rotguß, oder auch das Gese ist aus Gußeisen und das Küken aus Messing rgestellt. Außerdem sind für besondere chem. wecke Glashähne in Gebrauch. Die sog. Faßähne (s. unter Schankgeräte) werden sowohl aus Metall als aus Holz, neuerdings auch aus Horn verfertigt.