Drehscheibe oder Töpferscheibe (frz. tour, roue à potier; engl. throwing-lathe; ital. girella de' pentolaj) heißt bei der Thonwarenfabrikation die um Drehen der zu formenden Thonwaren dienende Vorrichtung. Dieselbe besteht aus einer senkrechten eisernen Achse, einer oben darauf befestigten horizontalen hölzernen Scheibe und einem unten angebrachten Schwungrade. Der Arbeiter (Dreher) sitzt vor dieser einfachen Maschine, bringt auf die Mitte der obern Scheibe einen Thonklumpen von angemessener Größe, dreht die untere Scheibe (das Schwungrad) durch eine streichende Bewegung des Fußes und formt den Thon während der Umdrehung mit den Händen, Holz⸗ oder Blechlehren und andern Hilfsmitteln. In Fabriken werden diese Drehscheiben durch Maschinen getrieben.