Hakeumörser (Schaftmörser) ist die veraltete Faliöer, de eines Mörsers von ganz geringem Kaliber, dessen Rohr an eine Fußplatte angegossen und mittels derselben an einem Schaft befestigt war, welcher häufig vorn einen Haken trug und damit über ein an der Brustwehr angebrachtes Querholz gehängt wurde. Mittels des Hakens wollte man dem Rückstoße begegnen. Zum Abfeuern hatte der H. häufig ein Gewehrschloß. Die Geschosse waren Granaten von circa 1 kg Gewicht, die bis 160 meweit getragen wurden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 719Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei