Münze, f., Münzgebäude, u., franz. bötel de monnaie, engl. mint-house, ital. z2œαεαα, lat. moneta, enthält Vorrichtungen für Zubereitung der Metalle und für Ausprägung derselben; muß sehr fest und überall gut verschlossen sein; der Zweck kann am Aeußern durch Allegorien, Embleme etc. angedeutet werden. Erforderlich sind Räume für: die Gießerei zum Schmelzen der Metalle, die Streck⸗ und Walzwerke, das Adjustirwerk, das Schneidewerk, in welchem die runden Stücke ausgeschnitten werden, das Druckwerk mit den Prägeklötzen. Am besten wölbt man sämtliche Räume, jedenfalls aber die zu Aufbewahrung der rohen Metalle und der fertigen Münzen dienenden. Die Druckwerke etc. werden durch Wasser⸗ oder Dampfkraft getrieben.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 420Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei