Halden sind An⸗ beziehungsweise Aufhäufungen von groben oder klaren Massen, welche entweder in Gruben⸗ oder Tagebauen gewonnen und zu Tage ausgefördert worden sind, oder von andern wertlosen Produkten, wie sie beim Verschmelzen der Erze gewonnen und zur Seite abgestürzt werden. Es gibt Abraumshalden bei Steinbrüchen, Berg⸗, taube, Erz⸗ und Kohlenhalden beim Erz⸗ und Steinkohlenbergbau, Seifen- oder Rait-⸗ halden beim Gold- und Zinnseifenberghbau und Schlackenhalden beim Hüttenwesen. Alte H. sind die H. der Berge, Schlacken u. s. w. verlassener l Grubengebäude oder Hüttenanlagen. Diese können als ins Bergfreie gefallen, Gegenstand neuer Verleihung werden, wenn sie irgendwie berg- oder hüttenmännisch nutzbar sind, was insofern häufig vorkommt, als in der Neuzeit auf Grund der technischen Fortschritte mancherlei Erze, die man früher als wertlos oder nicht ertragsfähig über die H. ge-1 stürzt hat, zu Gute gemacht, d. h. mit Nutzen noch verwertbar gemachtwerden können. Unter Ausklauben oder Auskutten einer H. versteht man das Her-46 aussuchen von verwertbaren Erzen oder Mineralien, die in den sonst als wertlos über die H. gestürzten Stein-oder Bergemassen noch enthalten sind. i