Geilung heißt der durch eine reiche Düngung Leuvorgrenfens üppige Stand der Feldfrüchte, Geilstelle ein in dieser Richtung sich auszeichnender Fleck innerhalb eines Feldes. ein., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung 1 Geinitz (Hans Bruno). Paläontolog, geb. 16. Okt. 1814 zu Altenburg, besuchte bis w1830 das dortige Gymnasium, war dann vier Jahre in der Hofapotheke beschäftigt und widmete sich seit 1834 erst zu Berlin, dann in Jena allgemeinen naturwissenschaftlichen Studien. Er ward 1838 als Hilfslehrer für Chemie und Physik an der technischen Bildungsanstalt zu Dresden angestellt, wozu er bald sämtliche naturwissenschaftliche Vorträge am Blochmannschen Erziehungsinn daselbst und 1846 das Inspektorat des königl. kineralienkabinetts zugleich mit übertragen erhielt. Ostern 1850 wurde er zum Professor der Mineralogie und Geognosie an der Polytechnischen Schule daselbst und Anfang 1857 zum Direktor des Mineralogischen Museums ernannt. In dieser Stellung hat er die 1849 durch den Brand gänzlich zerstörten geolog. Sammlungen wieder neu geschaffen und das Mineralogische-Geologische und Prähistorische Museum in Dresden zu seiner jetzigen Höhe erhoben. G. wurde 1874 zum Hofrat, 1877 zum Geh. Hofrat ernannt. Unter den zahlreichen Arbeiten, durch welche G. die Geognosie und Paläontologie überhaupt, insbesondere aber die Kenntnis der paläontolog. Verhältnisse Sachsens wesentlich gefördert hat, sind besonders hervorzuheben: «Charakteristik der Schichten und Petrefakten des sächs.⸗böhm. Kreidegebirges » (3 Hefte, Dresd. und Lpz. 1839— 42), (Gäa von Sachseno (Dresd. 1843), Grundriß der Versteinerungskunder (Dresd. und Lpz. 1846), «Die Versteinerungen des deutschen Zechsteingebirgesy (Dresd. und Lpz. 1848), „Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschlando (Freiberg 1849—50), „Das Quadergebirge oder die Kreideformation in Sachsen» (Lpz. 1850), „Die Versteinerungen der Grauwackenformation in Sachsen und den angrenzenden Länderabteilungen⸗ (2 Bde., Lpz. 1852—53), Darstellung der Flora des Hainichen-Ebersdorfer und des Flöhaer Kohlenbassinso (Lpz. 1854), „Die Versteinerungen der Steinkohlenformation in Sachsen (Lpz. 1855), „Geognostische Darstellung der Steinkohlenformation in Sachsen mit besonderer Berücksichtigung des Rotliegendeno (Lpz. 1856), «Die Leitpflanzen des Rotliegenden und des Zechsteingebirgess (Lpz. 1858), „Dyas oder die Zechsteinformation und das Rotliegender (2 Hefte, Lpz. 1861—62), 6 Geologie der ö Steinkohlen Deutschlands und anderer Länder Europaso (München 1865), Ueber ein Aquivalent der takonischen Schiefer Nordamerikas in Deutschlando (Dresd. 1866), Carbonformation und Dyas in Nebraskas (Dresd. 1866), «Die fossilen Fischschuppen aus dem Plänerkalke von Strehleno (Dresd. 1868), «Das Elbthalgebirge in Sachsen⸗ (2 Bde., Kassel 1871—75), «Die Urnenfelder von Strehlen und Großenhaino (Kassel 1875), Ueber fossile Pflanzen⸗ und Tierarten in den argentin. Provinzen San-Juan und Mendozar (Kassel 1876), Nachträgezur Dyas⸗»(2Hefte, Kassel 1880—82). Mit Leonhard redigierte G. 1863.—79 das Reue Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologier.