Halifax, Municipalstadt, Parlamentsborough und bedeutender Fabrikort im westl. Teile der engl. Grafschaft Vork, in der engen, von einem 180 m langen, auf sechs Bogen ruhenden Viadukt überbrückten Thalschlucht des Hebble oder östl. Arms des Calder gelegen, welcher vermittels eines Tunnels und zweiten Viadukts die Verbindung mit dem Rochdalekanal herstellt. Der Ort hat zwar meist enge und unregelmäßige Straßen, aber mehrere schöne Gebäude, darunter eine Kirche in got. und eine in griech. Stil, ein Theater und die einfache, aber sehr geräumige Tuchhalle (Piece-hall). Die Stadt besitzt eine Latein- und andere Schulen, mehrere litterarische Institute, einen Konzertsaal und drei große Parks und zählt (1881) 73630 E. Nächst Leeds und Bradford ist H. der Hauptsitz der Woll- und Worsted-Industrie. Außerdem produziert es Baumwollwaren, Maschinen, Papier u. s. w. und hat in der Umgebung Steinkohlengruben, Schiefer⸗ und Steinbrüche. Auch betreibt es einen ausgebreiteten Handel, der durch Kanal-⸗ und Eisenbahnverbindungen mit Hull, Manchester, Liverpool, Lancaster, Leeds, Wakefield u. s. w. außerordentlich gefördert wird. An der Eisenbahn liegt 5 km östlich der Flecken Hipperholme mit 2920 E., einer Lateinschule, Landsitzen reicher Kaufleute von H. und dem großen, 180 melangen und 22 mebreiten Reservoir der halifaxer Wasserwerke, dessen Durchbruch 1852 Damm und Eigentum im Werte von 600000 Pfd. St. zerstörte.