Hartlepool, Municipalstadt und wichtiger Seehandelsplatz in der engl. Grafschaft Durham, auf einer Landzunge nördlich von der Mündung des Tees, 16 km im NNO. von Stockton-on-Tees, am nördlichsten Punkte der Tees-Bay, bildet mit dem 1)6 km entfernten und durch Eisenbahn verbundenen West-H. eine Stadt. H. hat einen durch einen langen Damm geschützten und leicht zugänglichen Hafen, große Docks von 34,½ ha Fläche, 1879 beendet, mit Leuchtturm und Schiffswerften, ein Rathaus von 1866, ein Artilleriedepot, ein Theater, eine neue Markthalle, ein Spital für Seeleute, ein Handwerkerinstitut, Ruinen einer Abtei, eine Mineralquelle und besuchte Seebäder. Die Stadt zählt (1881) 12 684, das erst 1847 gegründete West-H. 28 167 E., deren Hauptbeschäftigung sehr bedeutender Kohlen-⸗, Coaks⸗, Maschinen⸗ und Stückgüterterhandel und Fischerei bilden. Beide Orte haben Eisenwerke, Metallgießereien, Sägemühlen, Cementfabriken, Ziegeleien, Brauereien u. s. w. Der Hafen steht in regelmäßiger Dampfbootverbindung mit Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Gothenburg und Kronstadt. H. ist ein alter um das St. Hildakloster entstandener Ort, war einst stark befestigt und hatte früher die Rechte eines Borough. Von 1644 bis 1647 war es von Schotten besetzt. In der Nähe befinden sich an der Küste die Blackhalls, die seltsamsten und romantischsten Felsenhöhlen des nördl. England.