FeedHancock (Winfield Scott)
GeschichteBrockhaus 1882

Hancock (Winfield Scott), amerik. General, geb. zu Montgomery (Pennsylvanien) 14. Febr. 1824, wurde in der amerik. Militärakademie zu Westpoint erzogen, aus welcher er 1846 als Offizier in die Infanterie übertrat. H. nahm unter General Scott an dem Feldzuge gegen Mexiko teil und war bei dem Ausbruche des Bürgerkrieges 1861 Kapitän im Generalstabe. Er wurde zunächst der Potomacarmee als Generalmajor zugewiesen und zeichnete sich 1862 in den Schlachten bei Williamsburg und Fredericksburg, sowie 1863 bei Chancellorsville und Gettysburg aus, wo er am 3. Juli schwer verwundet wurde. Im J. 1864 trat H. an die Spitze des 2. Armeekorps, mit dem er im Mai und Juni an den blutigen Kämpfen teilnahm, welche unter Grants Oberbefehl den Widerstand der Konföderierten brachen und die Eroberung von Richmond herbeiführten. Im August wurde H. zum Generalmajor in der regulären Armee ernannt, befehligte nach Beendigung des Kriegs in verschiedenen Militärbezirken und wurde 1868 von der demokratischen Partei als Kandidat für den Präsidentensitz aufgestellt, unterlag bei der Wahl jedoch dem von den Republikanern aufgestellten General Ulysses Grant. Dieser übertrug 1872 den Militärbezirk des Atlantischen Oceans, dessen Generalkommando sich zu Neuyork befindet, an H. Diesen wichtigen Vertrauensposten bekleidet H. noch gegenwärtig.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 768Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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