FeedHartmann (Joh. Peter Emil)
MusikBrockhaus 1882

Hartmann (Joh. Peter Emil), bedeutender dän. Komponist, geb. zu Kopenhagen 14. Mai 1805, widmete sich erst dem Studium der Rahit angeso ward aber unwiderstehlich von der Musik angezogen, die er dann auch zu seinem Lebensberuf erwählte. Weyse und Siboni wurden darin seine Lehrer; von den Ausländern übten Spohr und dem auf ihn den größten Einfluß. Er folgte erst dem Vater als Organist der Garnisonskirche seiner Vaterstadt, dann erhielt er nach Weyses Tode denselben Posten an der Fruekirke und ward zugleich als Lehrer der Musiktheorie und des Orgelspiels am dortigen Konservatorium angestellt. Von seinen Werken, von denen die meisten sich durch einen anziehenden nationalen Klang auszeichnen, (Corsarernes (1835) und Liden Kerstind (1846), das Melodrama «Guldhornenes (1832), die Ballette Valkyrienv(1861) und Thrymskirden⸗(1868), die Ouverture zu Axel og Valborgo und Correggios; ferner „Dryadens Bryllupo für Soli, Chor und Orchester; Sonaten, Cantaten, Suiten für Piano und Violine u. a. Als Dirigent (seit 1839) des im J. 1836 gegründeten Musikvereins sowie auch des . (seit 1842) hat er 8 Hebung des musikalischen Lebens in Dänemark Bedeutendes geleistet. Sein Sohn Emil, geb. 21. Febr. 1836 in Kopenhagen, setzt mit Erfolg des Vaters Bestrebungen fort, komponiert auch im Charakter desselben, wovon seine Mordischen Volkstänzer, die Ouverture Eine nord. Heerfahrto, nord. Volksweisen, das Chorwerk Winter und Lenzy u. s. w. zeugen. Auch den Wegen Gades, seines Schwagers und Lehrers, folgt er. Seit 1861 Organist in Kopenhagen, gab er dieses Amt 1873 aus Gesundheitsrücksichten auf und lebt in der Nähe jener Stadt als Privatmann.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 871Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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