Hatzfeld (ungar. Zsombolya), Marktflecken im ungar. Komitat Torontal, an der Linie Marchegg-Budapest-Verciorova der Osterreichisch-Ungarischen Staatsbahn, eine der blühendsten Ortschaften der sog. Heider im Temeser Banat, dem Hauptsitze der südungar. Schwaben, die das 1718 von den Türken zurückeroberte, verödete Sumpfgebiet in ein fruchtbares Kulturland umgewandelt haben. H. ist Sitz eines Bezirksgerichts, hat ein Schloß des Grafen Csekonics und zählt (1880) 8621 E., meist röm.⸗kath. Deutsche, die ausgedehnte Landwirtschaft (vorzüglich Weizen, Raps und Mais) und Pferdezucht betreiben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 895Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei