FeedJäsz-Bereny
ErdkundeBrockhaus 1882

Jäsz-Bereny, Stadt mit geregeltem Magistrat im ungar. Komitat Jazygien-Großkumanien-Szolnok, links an der Zagyva, Station der Linie Hatvan-Szolnok der Ungarischen Staatsbahnen, mit 11880) 21507 E., meist kath. Magyaren, die Getreidebau und Viehzucht (namentlich Schaszucht) betreiben. J. hat einen königl. Gerichtshof, ein Bezirksgericht, ein Göymnasium, drei Kirchen und ein hübsches Stadthaus. Das Stadtgebiet hat eine große Ausdehnung. Im andes aui zeigt man das angebliche Schlachthorn des altungar. Heeräszen, s. Jazygen. [führers Lehol. aäszö (Jossau), Marktflecken links an der Bodva im ungar. Komitat Abauj, eine alte Deutschenansiedelung mit blühendem Bergbau, jetzt von Slowaken und Magyaren bewohnt; in der Nähe sind Marmorbrüche und eine sehenswerte Höhle. J. ist Sitz der zweiten Prämonstratenserabtei in Ungarn. Jataka (spr. Dschataka, d. h. Geburt, Cxistenz) ist der Name einer Sammlung von Legenden aus den Vorgeburten Buddhas, welche im 3. Jahrh. v. Chr. in Päli (s. d.) aufgezeichnet sein v0l und erst zum Teil veröffentlicht ist (EThe Jataka, together with its commentary, edited in the original Pali by V. Fausböllo, Bd. 1 u. 2, Lond. 1877—79; iranslated by K. W. Rhys Davids, Bd. 1, Lond. 1880). Wichtig ist diese Sammlung besonders dadurch, daß sie die ältesten nachweisbaren Quellen vieler Fabeln und Erzählungen enthält, welche später ihren Weg in die ind. Fabel- und Märchensammlungen und von da auch nach dem Occident gefunden haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 818Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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