Leo Diakonus, byzant. Schriftsteller in den ersten Zeiten des 11. Jahrh. n. Chr., war einer der Begleiter des byzant. Kaisers Basilios II. auf seinen langwierigen Feldzügen gegen die Bulgaren, und beschrieb die Reichsgeschichte während der Jahre von 959 bis 975 n. Chr. in zehn, durch Fülle der Details und freies Urteil wertvollen Büchern, die aus der einzigen noch vorhandenen Handschrift von K. L. Hahn zu Paris 1818, dann auch in der bonner Sammlung 1828 herausgegeben worden sind. Leo Grammatikus, byzant. Historiker, war Verfasser einer 1013 n. Chr. vollendeten „Weltchronikv, die bis 948 n. Chr. herabgeführt ist, aber nicht viel mehr ist als eine Nachbildung der stark ausgeschriebenen Chronik des Georgios Monachos (Hamartolos).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 3Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei