Leoben, Hauptstadt eines Bezirks im österr. Herzogtum Steiermark, an der Mur, an der Kronprinz-Rudolf⸗ und der sterreichischen Südbahn, die schönste Stadt in Obersteiermark, mit (1880) 5491 C., ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts, eines Revierbergamts, einer Notariatskammer und einer Handels- und Gewerbekammer. Außerdem bestehen daselbst eine Bergakademie, ein Obergymnasium, eine Berg⸗ und Hüttenschule und eine gewerbliche Fortbildungsschule. Der Ort ist sehr betriebsam und ein Centralunkt der obersteirischen Montan-Industrie. Ein Marmordenkmal erinnert an den hier 18. April 1797 zwischen Österreich und der franz. Republik abgeschlossenen Präliminarfrieden, welchem sechs Monate nachher der Friede zu Campo-Formio (s. d.) folgte. Laut dieses Präliminarfriedens erhielt Frankreich Belgien und den Rhein; außerdem trat Osterreich in Italien alles Land bis an den Oglio ab. Dagegen sollte es die Terra firma von Venedig bekommen, letzteres aber durch die päpstl. Gebietsteile entschädigt und aus den übrigen ital. Ländern eine Republik gebildet werden. „Leobersdorf, Marktflecken im Bezirke Baden in Niederösterreich, am Ausgange des Triestingthals, Station der Linie Wien-Triest der Südbahn und der Linien L.⸗St. Pölten und L.⸗Gutenstein der Osterreichischen Staatsbahnen, zählt (1880) 1939 E. Am 19. Sept. 1532 wurde zwischen L. und Enzesfeld eine türk. Streifschar durch einen kühnen Handstreich des augsburger Hauptmanns Schertlin von Burtenbach aufgerieben.