FeedL'Hombre
Sport & SpielBrockhaus 1882

L'Hombre, eins der feinsten Kartenspiele, deshalb auch das königl. Spiel genannt, wurde von den Spaniern, wie einige behaupten, bald nachdem sie die Spielkarten kennen gelernt, nach andern erst um 1430 erfunden und binnen kurzer Zeit deren Nationalspiel. Durch die Spanier lernten es die Mauren kennen, und Franz J., nach andern Angaben Maria Theresia, Gemahlin König Ludwigs XIV., soll es aus Spanien nach Frankreich gebracht haben, von wo aus es später auch im übrigen Europa Eingang fand, jedoch schon während des 18. Jahrh. in Frankreich und England wieder aus dem Gebrauche kam. In Deutschland hat das L. seinen hohen Rang zwar behauptet, ist jedoch vielfach vom L.v (Halle 1863). Karten gespielt. Vgl. wetschke, Geschichte des L'homme propose et Dieu dispose (frz.), s. unter Homo Proponit, Deus disponit.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 48Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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