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Sport & SpielBrockhaus 1882

Longchamp, vormals ein Nonnenkloster auf der südwestl. Seite von Paris, an der äußersten Ecke des Boulogner Gehölzes, wurde in der ersten franz. Revolution bis auf wenige überreste zerstört. In diesem Kloster war es 9og. an den drei letzten Tagen der Charwoche die sog. Finstermetten (weil alle Lichter ausgelöscht wurden) von den berühmtesten Sängerinnen der pariser Oper vortragen zu lassen. Obschon jene Musikfeste, vom Erzbischof von Paris verboten, seit 1780 nicht mehr stattfanden, fuhr man doch noch immer an denselben Tagen nach dem Boulogner Gehölz, um Equipagen, Pferde und glänzende Toiletten zu zeigen. In der Revolution wurde die Promenade de Longchamp eingestellt, kam aber unter dem Direktorium wieder in Aufnahme. Seitdem besteht sie zwar noch unter ihrem alten Namen fort, hat aber viel von ihrem frühern Glanze eingebüßt. Dicht dabei liegt der HDippodrom de Longchamp, der besuchteste Rennplatz von Paris.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 170Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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