Maceration nennt man die Behandlung einer festen Substanz mit einer Flüssigkeit (gewöhnlich mit Wasser, Alkohol, Ather oder einer Säure) in der Weise, daß man die Flüssigkeit ohne Erhöhung der Temperatur auf die Substanz gießt und damit, gewöhnlich unter öfterm Umrühren, zuweilen auch unter Anwendung von Luftdruck, mehr oder minder lange in Berührung läßt. Die durch M. erhaltene Flüssigkeit selbst bezeichnet man in der Pharmacie mit dem Namen eines kalten Aufgusses. M. mit Erwärmung wird Digestion (s. d.) genannt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 306Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei