FeedMakrele
TierreichBrockhaus 1882

Makrele (Scomber) ist der Name einer zu den Bruststachelflossern gehörenden Familie von Meersischen, bei denen die erste Rückenflosse ganz, die zweite, weit davon entfernte, in Bastardflossen aufgelöst, der Körper mit sehr kleinen Schuppen bekleidet ist und die Seiten des Schwanzes leicht gekielt sind. Es gehören dazu die eigentlichen Makrelen (Scomber), die Thunfische (s. d., sche 11l, 3. B. Thynnus vulgaris, s. Tafel: Fische III. Fig. 3) und eine Menge anderer Gattungen, die meist ihres Fleisches wegen sehr geschätzt sind. Weltbekannt ist die gemeine Makrele (Somber scomber, s. Tafel: Fische III, Fig. 4), welche 30—60 em lang, oberseits blau, unterseits silberweiß und auf dem Rücken mit zahlreichen, etwas wolkigen, nicht über die Seitenlinie hinabreichenden Querbinden versehen ist. Sie gehört zu den geselligen Seefischen und wird rings um Europa gefangen. An die Küsten Englands, des nördl. Frankreich und der Nordseeländer kommt sie im Mai und Juni, um zu laichen, in ungeheuern Scharen, und ihr Fang, der meist mittels großer Netze geschieht, steht für manche Länder an Wichtigkeit nicht hinter dem Heringsfang. Im Norden werden diese Fische nur frisch gegessen, in Südeuropa aber auch eingesalzen und ins Innere versendet. Die Goldmakrele (Coryphaena hippurus, s. Tafel: Fischelll, Fig. 2) ist ein meterlanger, sehr wohlschmeckender Raubfisch, der in den wärmern Meeren, besonders auch im Mittelmeere immer hinter den Scharen der fliegenden Fische her ist. Die Alten schon schätzten die M. hoch und bereiteten aus ihnen eine stark gewürzte Brühe (Garum), welche man zu andern Fischen aß.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 374Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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