Menieresche Krankheit, benannt nach dem franz. Arzt P. Meniere, der sie 1861 zuerst beschrieb, ein eigentümlicher Symptomenkomplex, bestehend in Ohrensausen, Schwindel, Erbrechen und einer bald kürzere, bald längere Zeit anhaltenden Bewußtlosigkeit des Kranken, worauf häufig ein unsicherer, taumelnder Gang und eine hochgradige Schwerhörigkeit zurückbleiben. Das Leiden beruht wahrscheinlich auf einer eigentümlichen, noch nicht genauer erforschten Affektion des Labyrinths. (S. Gehör, Bd. VII, S. 674 und 677v.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 618Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei