Minenkrankheit, ein Komplex von eigentümlichen Krankheitserscheinungen, welche nicht selten nach Minensprengungen bei dem Aufenthalt in den Galerien, sowie beim Aufräumen des Materials auftreten. In den leichtern Fällen werden die Minenarbeiter von Kopfschmerzen, Druck in den Augen, Schwindel und Beklemmung befallen, in schwerern Fällen kommt es zu plötzlichem Zusammensinken, stockender Atmung, Betäubung und Krämpfen, welche nicht selten schnell den Tod Rohlenprpd Da die Minengase vorwiegend aus ohlenoxyd, Kohlensäure,‚ Stickstoff und Wasserstoff bestehen, so ist die M. im wesentlichen als Kohlenoxydgasvergiftung (s. d.) zu betrachten und auch wie diese zu behandeln.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 743Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei