Menhir (maen ⸗ Stein, hir = lang, kelt.), skandinav. Bautastein, ein Monolith, der in prähistor. Zeit als Denkmal errichtet wurde. Auch aus histor. Zeit sind solche rohe Pfeilersteine bekannt, sie werden in der Bibel öfter erwähnt (1 Mos. 31, 45 fg.); . Buch. A kommen sie in der Ilias des Homer (23. Buch, Vers 384) vor. Auf dem Khasiaplateau in Ostbengalen errichtet man sie noch jetzt in großer Zahl. Manche dieser unbehauenen oder nur grob zugerichteten Obelisken sind von bedeutender Größe, z. B. der spindelförmige M. von Lock-Mariaker in Morbihan von 19m Höhe und der M. auf dem Camp-⸗Dolent bei Dol im Bezirk von Saint-Malo von 10 müber und 5 munter dem Erdboden Länge.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 618Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei