Mesenterialdrüsen (Gekrösdrüsen, Glandulae mesentericae), die zwischen den beiden Blättern des Gekröses (s. d.) eingelagerten Lymphdrüsen, die mit den Saugadern der Dünndarmschleimhaut in Verbindung steben, dem von den Darmzotten aufgesaugten Chylus Lymphkörperchen beimischen und so den Chylus der Lymphe ähnlich machen. Bei allen krankhaften Affektionen des Darms erfahren die M. durch reichliche Zellenwucherung eine mehr oder minder erhebliche Anschwellung; chronische Schwellungen der M. finden sich oft bei unzweckmäßig ernährten Kindern und werden als Unterleibsskrofeln oder Unterleibsdrüsen-Schwindsucht (Tabes mesaraica) bezeichnet. Bei diesem Zustand erleiden nämlich die Gekrösdrüsen nicht nur eine Anschwellung, sondern auch eine Verstopfung durch käsige Massen, wodurch der übergang des Speisesaftes in das Blut erschwert wird und sehr bald hochgradige Blutarmut und Abzehrung eintritt.