Magenkranukheiten sind infolge der Leichtigkeit, mit welcher mancherlei Schädlichkeiten durch Speise und Trank in den Magen gelangen, ungemein häufig und erheischen von Anbeginn an sorgsame Beachtung, da sie nicht nur an sich mannigfache Beschwerden veranlassen, sondern auch bei längerm Bestehen in der Regel erhebliche Störungen des Allgemeinbefindens zur Folge haben. Hinsichtlich der Häufigkeit stehen der verdorbene Magen oder Magenkatarrh (s. d.) sowie das Magengeschwür (s. d.) obenan; schwerere Formen der Entzündung werden bei Vergiftung mit konzentrierten Säuren und Alkalien beobachtet. (S. Magenentzündung.) Ein sehr verbreitetes übel ist die nervöse Magenschwäche, meist Teilerscheinung allgemeiner Nervosität. (S. Dyspepsie.) Gewisse M. sind mit starken, selbst lebenbedrohenden Blutungen (s. Blutbrechen), andere mit heftigen krampfartigen Schmerzen (s. Magenkrampf), wieder andere mit einer beträchtlichen Erweiterung der Magenhöhle (s. Ma generweiterung) verbunden. Auch Sodbrennen (s. d.) und Erbrechen (sud.) begleiten als lästige Symptome die meisten Magenleiden. Kleine Kinder erbrechen schon nach starker Anfüllung des Magens, weil bei ihnen der Magengrund noch nicht so stark ausgebildet ist als bei Erwachsenen, und der Magen mehr eine direkte Fortsetzung der Speiseröhre bildet. Im höhern Lebensalter ist der Magenkrebs (s. d.) nicht selten.