Modulation (lat.) nennt man in der Musik den Tonwechsel sowohl in der Melodie wie in der Harmonie. In einem engern Sinne gebraucht man das Wort M. nur in Bezug auf das harmonische (accordliche) Verhältnis innerhalb eines Tonstücks, auf die Folge, Abwechselung und Verknüpfung der Accorde oder Harmonien. Man spricht in diesem Sinne von leitereigener (leitertreuer) M., d. h. von einer solchen, wo der Wech—⸗ sel der Accorde innerhalb einer und derselben angenommenen Tonart vorgeht, und von leiterfremder, ausweichender M., wo die Grundtonart verlassen und für längere oder kürzere Zeit auf das Gebiet von näher oder weiter verwandten Tonarten übergetreten wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 788Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei