FeedMondsee
ErdkundeBrockhaus 1882

Mondsee, Alpensee in Oberösterreich, 476 m über dem Meere, mit einem Flächenraum von 1441½ ha und einer größten Tiefe von 68 m, wird im S. von den schroff abfallenden Vorhöhen des Schafbergs und von der Kalkwand des Drachensteins, im N. von niedrigen, teils bewaldeten, teils bebauten Höhen begrenztund sendet östlich seinen Abfluß, die Mondseeache, zum Attersee. An seinem nördlichen Ende liegt der Marktflecken Mondsee in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck in Oberösterreich, Sitz eines Bezirksgerichts, mit (1880) 1341 E., in der neuesten Zeit als Sommerfrische viel besucht. Das berühmte Benediktinerstift M. wurde um 740 von Herzog Odilo von Bayern gegründet und 1787 aufgehoben. Das Klostergebände mit der Herrschaft wurde sodann zur Dotation des Linzer Bischofs bestimmt, kam 1807 an den Religionsfonds und 1810 durch Geschenk Napoleons l. an den bayr. Feldmarschall Fürsten von Wrede. Vgl. Flatz, Der klimatische Kurort M.»(Wien 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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