Monod (Adolphe), hervorragender evang. Kanzelredner Frankreichs, geb. 1802 zu Kopenhagen, wo sein Vater Prediger der franz. Gemeinde war, verlebte seine Jugend in Paris, beendigte 1824 seine theol. Studien zu Genf, wirkte bis 1827 als Prediger der evang. Gemeinde in Neapel, ging alsdann nach Lyon, wo die Unzufriedenheit mit seinen durchgreifenden Predigten seine Absetzung und die Bildung einer unabhängigen evang. Gemeinde zur Folge hatte. Im J. 1836 wurde M. Professor an der reformirten theol. Fakultät zu Montauban, 1845 Prediger in Paris, wo er 6. April 1856 starb. Von seinen Predigten erschienen mehrere Sammlungen. Manche wurden ins Deutsche übersetzt (2. Aufl., 2 Bde., Bielefeld 1869).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 825Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei