Monsummano, kleiner Ort in einem der schönsten Thäler der Apenninen, am Nievole, in der ital. Provinz Lucca, unweit der Station Pieve a Nievole der Eisenbahn Pistoja-Pisa, zählt (1881) 2913, als Gemeinde 6931 E. Bei M. wurde 1849 eine große Stalaktitengrotte entdeckt, welche aus mehrern nach unten sich senkenden Gängen besteht, deren längster 280 m Länge und bis zu 14 m Breite hat. In diesen Gängen befinden sich drei Teiche mit einer Temperatur von 30, 32,5 und 35 C. Die Luftwärme beträgt bereits am Eingang der Höhle 27,5 und steigt mit der Tiefe der Grotte bis zu 36,25 C. Die Luft ist feucht, aber vollkommen rein; das Licht brennt hell und klar in derselben. Wenige Minuten Aufenthalt in der Grotte sind hinreichend, um einen starken Schweiß hervorzubringen. Seit der Besitzer des Bergs 1852 unmittelbar am Eingang der Grotte ein Kurhaus errichtet hatte, ist die Benutzung derselben als Thermalbad von Jahr zu Jahr gebräuchlicher geworden und wird gegen chronischen Rheumatismus, Gicht, Ersudate und Lähmungen angewandt. Man besucht die Grotte im Badeanzug. Im Oktober steigt das Wasser in der Grotte und kann sie von da an nicht therapeutisch benutzt werden. Vgl. Turchetti, KGuida pei bagni a vapore naturale della grotta di M. (Turin 1873); Knoblauch, Die Heilgrotte von M.» (Warmbrunn 1876).