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ReligionBrockhaus 1882

Monterey, Hauptstadt und Bischofssitz des mexik. Staates Neuleon, liegt fast in der Mitte desselben am Rio de Monterey (leinem obern Zufluß des gegen Osten in den Rio Grande del Norte fließenden San⸗-Juan) in einer von Bergen umschlossenen fruchtbaren Hochebene, 500 m über dem Meere. Die von Gärten umgebene Stadt ist gut gebaut, hat eine Kathedrale, zwei Pfarrkirchen, ein Rathaus, einen Regierungspalast und zählt (1882) 33811 C., welche Gartenbau, sowie lebhaften Handel mit Landesprodukten treiben. M. wurde 1599 gegründet, 1777 zum Bischofssitz erhoben. Der nordamerik. General Taylor belagerte 1846 die Stadt und nahm sie nach heftigem Widerstand 24. Sept. durch Kapitulation ein. M., früher San-Carlos de M. genannt, eine Hafenstadt im amerik. Staate Californien, an einer Bai des Stillen Oceans, 5 Kme von dem Kap oder der Punta-Pinos und 150 km im Südsüdosten von San-Francisco gelegen, hat einen ziemlich guten Hafen. Erst 1770 ward M. vom Pater Junipero Serra als Missionsstation gegründet und war bis 1847 die Hauptstadt von Californien und bis 1848 einer der blühendsten Orte des Landes. Unter der amerik. Herrschaft jedoch wurde M. sehr vernachlässigt, weil es von den Golddistrikten ziemlich entfernt liegt; 1880 zählte es nur 1396 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 842Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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