Montgomery (James), engl. Dichter, geb. 4. Nov. 1771 zu Irvine in der schott. Grafschaft Ayr, kam als Gehilfe zu einem Buchhändler in London und wurde 1792 Mitarbeiter an dem liberalen Sheffield Registero, dessen Leitung er bald darauf selbständig übernahm, wobei er das Blatt in The Sheffield Iriso umtaufte. Er redigierte dasselbe bis 1825. Im J. 1794 wurde er wegen eines Gedichts über die Zerstörung der Bastille zu dreimonatlicher, 1795 wegen eines zweiten Preßvergehens zu sechsmonatlicher Haft verurteilt; 1806 erschien von ihm The wanderer of Switzerland, and other poemso, die ihm sofort einen ehrenvollen Platz in den Reihen der engl. Dichter sicherten. Im J. 1809 folgte das Gedicht KThe West-Indieso, worin die Abschaffung der Sklaverei durch das brit. Parlament verherrlicht wird. Noch größere Teilnahme fand «The world before the floodo (1813), eine Schilderung des idyllisch-patriarchalischen Lebens der ersten Menschen. Im J. 1819 veröffentlichte er Greenland, ein Gedicht, das sich durch seine poetischen Darstellungen der arktischen Natur auszeichnet, und 1828 &The Pelican Islando. Eine Sammlung seiner Werke wurde 1841 in vier Bänden veranstaltet. Seitdem veröffentlichte er noch einige geistliche Lieder unter dem Titel 4Original hymnus, for public, private and social devotiono (Lond. 1853). Er starb zu Sheffield 30. April 1854. Die Dichtungen M.s zeichnen sich aus durch reine Moral, tiefe Religiosität und feinen Natursinn. Seinen Nachlaß nebst Auszügen aus seiner Korrespondenz gaben Holland und Everett heraus (7 Bde., Lond. 1855—-56).