FeedGuthrie (James Cargill)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Guthrie (James Cargill), schott. Dichter, geb. 27. Aug. 1814 in Glamis, wo sein Vater als Pachter eine Farm bewirtschaftete. Für die theol. Laufbahn bestimmt, studierte er, nachdem er in Montrose die Schule besucht, mehrere Jahre in Edinburgh, fand sich aber genötigt, seinen frühern Plänen zu entsagen und in ein kaufmännisches Geschäft zu treten. Im J. 1851 erschien anonym sein erstes Buch, das beschreibende Gedicht Village sceneso, dessen kräftige Volkstümlichkeit sofort Beifall fand und das seitdem eine Reihe von Auflagen erlebte. Im J. 1854 folgte die poetische Erzählung The fürst false stepo, 1859 (Wedded lover, 1865 My last loven, 1867 4Summer flowers„, 1871 das halb epische, halb dramatische Gedicht „Rowenav und 1878 (Woodland echoesv, eine Sammlung lyrischer Gedichte. Die autodidaktische Bildung und die späte Reife G.s ist, neben einer gewissen Melancholie, in diesen Schöpfungen unverkennbar, doch bekunden sie ein wirkliches Talent, mit volkstümlichem Anflug. Auch als Prosaist hat er mit The vale of Strathmore, its scenes and legendso (1875) Anerkennung gefunden. Seit 1868 ist er Oberbibliothekar der öffentlichen Bibliothek in Dundee.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 652Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6