Muffel, Vorrichtung zum stärkern Erhitzen von Gegenständen, die vor der Einwirkung der Flugasche der Feuerung oder vor der Berührung der Verbrennungsprodukte der Heizstoffe bewahrt werden sollen. Die M. ist ein aus feuerfestem Thon oder auch aus Gußeisen angefertigter Behälter, von einer dem zu erhitzenden Gegenstand angepaßten Form, der so in einem Ofen, dem Muffelofen, angebracht ist, daß seine ganze Außenfläche, mit Ausnahme der an der Vorderwand des Ofens befindlichen Einsatzöffnung, vom Feuer umgeben ist. Man bedient sich des Muffelofens zum Einbrennen gewisser Farben in der Porzellan⸗ und Glasmalerei, zum Einschmelzen der Emaille, zu vielen Zwecken der Hüttenprobierkunst, bei der Untersuchung des Silbers und des Goldes auf ihren Feingehalt, im chem. Laboratorium bei der Darstellung von Aschen organischer Substanzen u. a. Die größten M. kommen zur Verwendung bei gewissen Formen der Glaubersalzöfen, sowie beim Abrösten von Arsenmetallen bei der Gewinnung der arsenigen Säure.