FeedProbirofen
Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Probirofen, m., franz. kourneau m. d'essai, engl. assay-furnace (Hütt.), zum Schmelzen u. Abtreiben der Erz-u. Metallproben dienender kleiner Ofen von starkem Eisenblech, gefüttert mit Lehm oder gebranntem Thon, u. so eingerichtet, daß man die Hitze leicht u. schnell regieren kann. Auf eiserner Platte steht ein viereckiger, 28—300m. ins großer, 25em. hoher Kasten. Der 17—19omhohe, pyramidenartige Aufsatz hat eine viereckige Oeffnung von 17—19em. Weite. Ein Aschenloch befindet sich am Boden des Ofens, ein Mundloch zum Einsetzen der Muffel und Scherben 15 cm. über dem Boden, und durch den Ofen gehen zum Aufsetzen der Muffel eiserne Stäbe, Traillen, worunter sich das Flammenloch befindet, um 2½ em. große Kohlen einzubringen. Schieber verschließen alle Oeffnungen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 572Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Haus & Küche 6