FeedRütimeyer (Ludw.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Rütimeyer (Ludw.), namhafter schweiz. Naturforscher, namentlich bekannt durch seine Schriften über die Pfahlbauten, geb. 1825 zu Biglen im Emmenthal, studierte in Bern anfangs Theologie, dann Medicin, widmete sich hierauf in Paris, London und Leiden naturhistor. Forschungen, habilitierte sich 1854 in Bern und folgte 1855 einem Rufe als Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie nach Basel. R. veröffentlichte: Vom Meere bis nach den Alpeno (Bern 1854), Untersuchung der Tierreste aus den Pfahlbauten der Schweizv (Zür. 1860), (Die Fauna der Pfahlbauten in der Schweizy (Bas. 1861), «„Beiträge zur Kenntnis der fossilen Pferde und zu einer vergleichenden Odontographie im allgemeinen⸗ (Bas. 1863), sowie mit W. His «Crania helvetica. Sammlung schweiz. Schädelformen» (Bas. 1864). Größere Publikationen außer den genannten sind: 4Versuch einer natürlichen Geschichte des Rindes in seinen Beziehungen zu den Wiederkäuern im allgemeinen v (2 Tle., Zür. 1866—67), Die fossilen Schildkröten von Solothurn und der übrigen Juraformation v (2 Tle., Zür. 1866 — 73), «Die Veränderungen der Tierwelt in der Schweiz seit Anwesenheit des Menscheno (Berl. 1875), «Weitere Beiträge zur Beurteilung der Pferde der Quaternärzeit (Bas. 1875), «Die Rinder der Tertiärepoche nebst Vorstudien zur natürlichen Geschichte der Antilopen v (2 Tle., Genf 1878—79), aliber die Art des Fortschritts in den organischen Geschöpfenv (Bas. 1876), (Beiträge zu einer natürlichen Geschichte der Hirsches (3 Tle., Genf 1880—84), 4Beiträge zu der Geschichte der Hirschfamilier (2 Tle., Bas. 1881—-83).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 38Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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