Rylejew (Kondratij Fedorowitsch), russ. Dichter, geb. 1795 in Petersburg, diente am Ket bei der Artillerie und wurde dann Assessor am Kriminalgericht in Petersburg. Eine von ihm 1820 verfaßte Satire auf den mächtigen Günstling Graf Araktschejew machte ihn in ganz Rußland bekannt; er wurde Mitglied der geheimen Gesellschaften und war dann einer der Debah des Aufstandes am 26. (14.) Dez. 1825 (s. Dekabristen), welcher mißlang. R. wurde mit seinen Genossen Pestel Bestuschew, Murawjew, Kachowskij 25. (13.) Juli 1826 zu Petersburg durch den Strang hingerichtet. In seinen Dichtungen spricht sich sittlicher Ernst und ein feuriger Patriotismus aus; am bekanntesten sind die Dumen» leine Reihe Lieder und Elegien aus der russ. Geschichte) und das Epos WWojinarowskijo. Mit Bestuschew gab er den litterarischen Almanach «Poljarnaja zvézdan (& Polarsterno, 3 Jahrg. 1823—25) heraus, zu dem auch Puschkin Beiträge lieferte. Eine Sammlung der Werke R.s erschien in Leipzig 1861, eine andere, herausg. von der Tochter R.s, in Petersburg (3. Aufl. 1874), letztere mit der Korrespondenz R.s.