Sacchini (Antonio Maria Gasparo), bedeutender ital. Komponist, geb. zu Puzzuoli (bei Neapel) 23. Juli 1734 als der Sohn armer Fischersleute, gelangte durch Durantes Protektion in das Konservatorium di San-Onofrio zu Neapel, wo er sich besonders als Violinspieler bildete, Gesangsunterricht von Gennaro Manna erhielt und von Durante in der Komposition unterwiesen wurde. Er schrieb 1762 für Rom die Oper „Semiramides, die Glück machte, und ließ eine Reihe ähnlicher Werke folgen. Der Erfolg, den 1768 sein «Allessandro nell' Indies in Venedig hatte, brachte ihm das Amt eines Direktors des Konservatoriums dell' Ospedaletto in dieser Stadt, in welcher Stellung er treffliche Gesangschüler bildete und viel für Kirche und Theater komponierte. S. hatte bereits gegen 50 Opern geliefert, als er sich Ende 1771 nach Deutschland und im April 1772 nach London wandte, wo er 10 Jahre verweilte und unter andern Opern Tamerlanop, «Nitettio, Perseov, «Cresov, „Enea e Lavinia v produzierte. Wiewohl er viel Geld erwarb, brachte ihn doch seine Verschwendung in so große Verlegenheit, daß er 1782 nach Paris entwich. Hier gelangte in der Großen Oper 1783 sein Renaudo (Umarbeitung von Rinaldo et Armiday)zur Aufführung, ebenso 1783 die Oper« Chimeney (Umarbeitung des 4Gran Cido) und 1784 „Dardanusv. Seine letzte und bedeutendste Oper war «Oedipe à Colone die erst im Febr. 1787 mit Erfolg über die Bühne ging, als S. bereits (7. Okt. 1786) gestorben war. S. gehört zu den begabtesten und fruchtbarsten Komponisten der neapolitan. Schule, dessen Werke dauernden Wert besitzen.