FeedSaint-Eustache (St.-Eustatius)
ErdkundeBrockhaus 1882

Saint-Eustache (St.-Eustatius), von den Bewohnern Statia genannt, eine zum niederländ. Gouvernement Curacao gehörige Insel in der Leeward-Gruppe der Kleinen Antillen in Westindien, 19 km im Nordwesten von St.⸗Christopher gelegen, ist ein steil aus dem Meere emporsteigender, 603 hoher erloschener Vulkan, in dessen Krater sich das einzige Wasser des quellenlosen Eilandes befindet. Der aus verwitterter Lava bestehende Boden ist fruchtbar und gut bebaut, das Klima gesund; Orkane und Erdbeben sind häufig. S. zählt auf 20,7 qkm n 2063 E., worunter 1100 Neger. Dieselben bauen Zucker, Kaffee, Baumwolle und Tabak, ziehen Schweine und Geflügel und treiben einen nicht unbeträchtlichen Zwischenhandel. Die Niederländer besetzten die Insel 1635, mußten aber im 17. und 18. Jahrh. wiederholt den Franzosen und Briten weichen; seit 1814 sind sie in ununterbrochenem Besitze derselben. Der Hauptort Orangetown, an der allein zugänglichen Südwestküste gelegen, Sitz des Gouverneurs, ist gut ebaut und stark befestigt, hat aber nur eine offene eede. Etwa 22 km nordwestlich entfernt liegt die niederländ. Insel Saba (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 113Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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