FeedSaint-Pierre und Miquelon
VerkehrBrockhaus 1882

Saint-Pierre und Miquelon, zwei für den Kabeljaufang (15. März bis 15. Nov.) sehr wichtige seit 126 75 km von der Südküste Neufundlands, eit 1763, mit vielen Unterbrechungen durch zeitweilige engl. Eroberung, im Besitz Frankreichs. Die nsel S., ein unfruchtbarer, fast auf allen Seiten teil zum Meere abfallender Granitfelsen, hat eine treffliche, geschützte und geräumige Reede und mit der gleichfalls bewohnten Ile-aux-Chiens einen lächenraum von 33 qkm mit (1879) 4605 E. Die nsel Miquelon bestand früher aus zwei durch eine schiffbare Wasserstraße getrennten Inseln, welche aber seit 1763 derartig versandet ist, daß beide Inseln gegenwärtig ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Sie zählt auf 202 qkm 619 E. und eignet sich mehr zur Anlage von Kulturen als S., baonders derjenige Teil der Insel, welcher Klein-Miquelon oder Langlade genannt wird. Die ganze Kolonie zählt somit auf 235 qkm (1879) 5224 E. Die Einfuhr belief sich 1883 auf 11600000 Frs. und die Ausfuhr auf 30800 000 Frs. Das Kolonialbudget betrug 1884: 323000 Frs., die Kommunalausgaben 95000 und die Ausgaben des Mutterlandes 349000 Frs. Durch submarine Kabel ist S. mit Brest in Frankreich, mit Hearts-Content auf Neufundland, mit Sydney auf Cape-Breton-Island, mit IGur 2 bei Boston verbunden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 123Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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