FeedSalm-Dyck
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Salm-Dyck (Konstanze Marie, Fürstin von), aus dem altadeligen Geschlecht de Theis in der Picardie, geb. zu Nantes 17. Nov. 1767, heiratete 1789 den Chirurgus Pipelet, folgte ihm nach Paris und schrieb hier die lyrische Tragödie „(Sapphoy (1794), welche lange Zeit mit großem Beifall aufgeführt wurde und zu der Martini die Musik gesetzt hatte. Auch ihre Epitre aux femmeso, das Ausgezeichnetste, was sie in dieser Gattung leistete, wurde mit großem Enthusiasmus aufgenommen. Nachdem sie sich 1803 als Witwe mit dem damaligen Grafen Joseph von Salm-Reifferscheidt⸗-⸗Dyck vermählt hatte, ließ sie mehrere „Hlogesv und Discours académiqueso erscheinen. Das Bedeutendste davon ist die Eloge de Lalanded. Von ihren übrigen Produktionen verdient ihr Roman in Briefen: Vingt-quatre heures d'une femme sensibles é(neue Aufl., Par. 1825; deutsch von Gathy, Kiel 1841) Erwähnung. Ihre Gedichte erschienen unter dem Titel Poésies (1811 und 1817). Daran schließen sich Mes soixante années, ou mes souvenirs poéëtiques et littéraireso (1883) an. Eine vollständige Ausgabe ihrer Werke erschien in vier Bänden (1842). Sie starb zu Paris 13. April 1845.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 147Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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