Sambre (lat. Sabis), ein linker Nebenfluß der Maas, entspringt in 210 m Höhe östlich von den Scheldequellen im Walde von La⸗-Haye-Cartigny im franz. Depart. Aisne, berührt dann, das Westende der Ardennen durchfließend, im Nord-Departement die Städte Landrecies und Maubeuge und tritt hierauf in Belgien ein, wo sie noch an Thuin und Charleroi vorbeifließt und nach einem Laufe von 180 km bei Namur mündet. Die S. ist bereits von Landrecies an, im ganzen 148 kem weit schiffbar. Ihre Thalränder sind meistens steil, mitunter felsig und eng. Ihre Zuflüsse sind in Frankreich die Kleine und die Große Helpe rechts, in Belgien die Hante und Heure rechts, der Piéton und Orneau links. Der Sambrekanal führt südwärts in die Oise, verbindet so das Maas- und Seinegebiet und ist 69 km lang. Das 1794 —1814 franz. Depart. Sambre-⸗et-Meuse hatte 4510 qkm mit 181000 C. und zur Hauptstadt Namur; 1815 wurde es teils zur belg. Provinz Namur, teils zu Luxemburg geschlagen. An den Ufern der S. wurden verschiedene Schlachten geliefert. So schlug hier schon Cäsar 57 v. Chr. die Nervier. Vom 10. Mai bis 4. Juni 1794 forcierten die Franzosen unter Jourdan die Samhrelinie der Verbündeten durch die Gefechte von Rouvroi, Merbes-le-Chäteau und Gosselies.