Saulien, Stadt im franz. Depart. Cöte-d'Or, Arrondissement Semur, im Aurois, auf nördl. Vorbergen der Monts du Morvan, Station der Linie Avallon-Autun der Paris-Lyon-Mittelmeerbahn, zählt (1881) 3875 E. und hat ein Handelstribunal, Wollspinnerei, Handel mit Vieh, Getreide und Holz. Die Stadt wird von der aus dem Anfang des 12. Jahrh. stammenden Kirche Saint-Andoche beherrscht. S. hieß im Altertum Sidoleucus, Sedelaucus oder Sidolaucus, war ein Ort der Aduer und wurde von der großen Straße von Bibracte (Autun) über Agedincum (Seus) nach Lutetia (Paris) durchschnitten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 263Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei