Schapel, Schappil oder Schappelin, eine etwa seit der Mitte des 12. Jahrh. gebräuchliche Kopfzierde, im allgemeinen ein schmaler Streifen von Heus oder Metall (von Gold oder vergoldetem Silber) mit kleinen blumenförmigen Rosetten oder kronenartigen Zinken, ferner mit Edelsteinen und Perlen besetzt. Auch Schnüre aus letztern gebildet, sowie natürliche oder künstliche Blumenkränze wurden als Kopfschmuck S. genannt. Das S. gehörte zur Männer⸗ wie Frauentracht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 301Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei