Schlawe, Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Köslin, links an der Wipper, am Einfluß der Motze in dieselbe, mit Promenaden umgeben, Station der Linien Berlin-Stargard-Danzig und Zollbrück-Rügenwalde der Preußischen Staatsbahnen, Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts, zählt (1885) 5505 E. und hat ein Warendepot der Reichsbank, ein Progymnasium, zwei Eisengießereien mit Maschinenbau, Leinweberei, eine bedeutende Kornmühle mit Schneidemühle, Holzhandel und jährlich einen besuchten Leinwandmarkt. S. wurde im 11. Jahrh. erbaut. — Der Kreis Schlawe zählt auf 1584 qkm (1885) 75 458 E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 377Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei