Schlich, Schlieg (Schlamm) nennt der Metallurg das Produkt der Aufbereitung (s. d.) auf nassem Wege, welches beim Aufschlämmen und Verwaschen fein gepochter Erze vermittelst Wasser und Separieren der leichtern und schwerern (erzführenden) Teile entsteht. Je nach der Korngröße, nach welcher sich die S. im Schlämmgraben (Mehlführung) ansammeln, unterscheidet man rösche (grobkörnige) und jähe (feinkörnige) S., die na Ablieferung an die Hütte entweder in rohem Zustande oder nach vorherigem Rösten auf ihren Metallinhalt weiter verarbeitet werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 406Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei