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ErdkundeBrockhaus 1882

Segnia, Stadt in der ital. Provinz Rom, Bezirk Velletri, Station (5 km vom Orte) der Eisenbahn Neapel, an einem nördl. Bergabhang der Monti Lepini (Volskerberge), ist Bischofssitz, zählt (1881) 5789 E. und hat ein Seminar. Das heutige S. nimmt nur den untern Teil der alten Latinerstadt ein; von letzterer sind außer den antiken Substruktionen der Kirche San-Pietro und einer großen Cisterne der Römerzeit die uralten aus kolossalen unregelmäßigen Kalkblöcken bestehenden Mauern und Thore (hervorzuheben die Porta Saracinesca) vorhanden. S. soll von Tarquinius Superbus kolonisiert sein und war in den ältern Zeiten der röm. Nepublik wichtig wegen des Schutzes der Verbindung Roms und Alt-Latiums mit den Hernikerstädten, da es das Thal des Tolerus (Sacco) und die Via Latina beherrschte. Die Feste wurde oft von den Volskern belagert, doch niemals von ihnen erobert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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