Selene, die Mondgöttin, bei den Römern Luna, war die Tochter des Hyperion und der Theia und die Schwester des Helios (weshalb sie auch Phöbe genannt wurde) und der Eos. Sie gebar dem Zeus die Pandia, dem Endymion (s. d.) 50 Töchter. Ihr waren die Tage des Vollmonds heilig, vor alem der zur Zeit der Frühlingsnachtgleiche. Es wird ihr, wie ihrem Bruder, ein Wagen beigelegt, in hellenistischer Zeit regelmäßig ein Zweigespann. Namentlich in der großen Zeit der Kunst wurde sie aber öfter auf einem Pferd oder Maultier reitend dargestellt. In der Poesie erscheint sie auch geflügelt, in der bildenden Kunst ist sie es nicht. Später wurde sie zuweilen mit der Artemis (Diana) identifiziert.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 681Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei