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ErdkundeBrockhaus 1882

Semennüd, Stadt in Unterägypten, Provinz (Mudiriye) Gharbiye, links am Bukolischen oder Phatnitischen Nilarm (dem heutigen Damiettearm), von dem während des Altertums hier der Sebennytische Arm abzweigte, Station der Eisenbahn Damiette-Tanta, hat 4000 E. und bedeutenden Handel. Hier lag das antike Sebennytus (altägypt. Teb-en-nuter, in den Keilschriften Labnuti, koptisch Sjemnuti und Sebennetu), Residenz der 30. einheimischen Dynastie, der Sebennyten, die von 378 bis 345 v. Chr. regierte und zu welcher die Könige Necht-hor-heb (Nectanebus I.), Tachos oder Teos und Necht-nebf (Nectanebus II.) gehören. S. war die Hauptstadt des Nomus Sebennytes superior, in welchem Manetho geboren worden sein soll. Die noch vorhandenen Trümmer des alten Sebennytus sind nur unbedeutend.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 687Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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