Semennüd, Stadt in Unterägypten, Provinz (Mudiriye) Gharbiye, links am Bukolischen oder Phatnitischen Nilarm (dem heutigen Damiettearm), von dem während des Altertums hier der Sebennytische Arm abzweigte, Station der Eisenbahn Damiette-Tanta, hat 4000 E. und bedeutenden Handel. Hier lag das antike Sebennytus (altägypt. Teb-en-nuter, in den Keilschriften Labnuti, koptisch Sjemnuti und Sebennetu), Residenz der 30. einheimischen Dynastie, der Sebennyten, die von 378 bis 345 v. Chr. regierte und zu welcher die Könige Necht-hor-heb (Nectanebus I.), Tachos oder Teos und Necht-nebf (Nectanebus II.) gehören. S. war die Hauptstadt des Nomus Sebennytes superior, in welchem Manetho geboren worden sein soll. Die noch vorhandenen Trümmer des alten Sebennytus sind nur unbedeutend.