Shamokin Borough, Ort in Northumberland County im nordamerik. Staate Pennsylvania, am Whitaden Creek und an der Northern-⸗Central und Philadelphia- und der Reading-Eisenbahn, zählt (1880) 8184 E. und hat Gas⸗ und Wasserwerke, 6 Schulgebäude, 3 Eisengießereien, Maschinenwerkstätte, 3Banken und 10 Kirchen. S. liegt in der Mitte einer reichen Kohlengegend, in welcher jährlich ungefähr 1½ Mill. Tons Kohlen gewonnen werden. Hafenstadt Chinas, liegt in der Provinz Kiang-sou, am linken Ufer des Wusungflusses, 22,25 kKm von dessen Mündung in den Hang-tse-kiang und am Ausflusse des Hwang-pu in denselben. Die Lage der Stadt in der höchst fruchtbaren und dichtbevölkerten Küstenniederung und ihre Verbindung durch zahllose Flüsse und Kanäle mit fast allen Provinzen des Reichs trugen wesentlich zum raschen Aufschwunge von S. bei. Ihre höchste Blüte erreichte S. 1860—64, nach der Zerstörung der nahegelegenen Stadt Su-tschou im Mai 1860 durch die Taipings, als Hunderttausende von Flüchtlingen aus jener Stadt in S., namentlich den sog. Konzessionen, Sicherheit suchten. Die letztern bestehen aus dem anglo-amerik. und dem franz. Stadtteile. In der erstern sind auch die Deutschen in S. wohnhaft. In ihr liegen in dem sog. „Bunddem Kai entlang, auf den Hwang-pu sehend, eine Reihe monumentaler Gebäude, unter denen mehrere in engl. Baustil aufgeführte, palastartige Wohnhäuser der reichen Kaufleute, der Gerichtshof, die Wohnung des Oberrichters, das engl. Konsulat und drei engl. Kirchen erwähnenswert sind. Der Häuserreihe gegenüber, an dem Flusse liegt ein öffentlicher Garten. In der franz. Konzession sind die Wohnhäuser weniger prächtig, dagegen aber das Konsulatsgebäude, die Kathedrale und das Gemeindehaus von imponierender Großartigkeit. Unter der Beschirmung der franz. Niederlassung befindet sich das 40 kKm von S. entfernte, im 17. Jahrh. gegründete Jesuitenkloster Su-kiawei. Ganz in der Nähe desselben ist das von Klosterfrauen geleitete Orphelinat und die Erziehungsanstalt für junge Chinesinnen. Außer der genannten Kirche bestehen in S. noch zwei andere französische und vier kleinere nordamerikanische. Die eigentliche chines. Stadt ist mit einer Mauer umgeben, hat enge und schmutzige Straßen, besitzt aber große Warenlager und Löuteln. d Tempel, unter denen der der Himmelskönigin der prachtvollste. Die Bevölkerung von S. wird (1884) auf 350000 geschätzt. S. ward 19. Mai 1842 von den Engländern erobert und 26. Aug. desselben Jahres dem Fremdenverkehr übergeben. Die Eröffnung des Freihafens fand 15. Nov. 1843 statt. Von 1853 bis 1856 befand sich S. in Händen der Taipings. Der Handel ist außerordentlich umfangreich. Oft liegen 100 europ. und 1000 chines. Fahrzeuge im Hafen. Die Ausfuhr übersteigt die Einfuhr bedeutend. Hauptgegenstände der erstern sind Seide und Thee. Vor den letzten Traktaten mit Nordamerika und den europ. Seemächten belief sich die Menge des jährlich in S. eingeschmuggelten Opiums auf 25—30000 Kisten. Am 30. Juli 1876 wurde die 16 km lange Eisenbahn von S. nach Wusung, die erste in China, eröffnet.