FeedHan-kheu (Han-kou)
ErdkundeBrockhaus 1882

Han-kheu (Han-kou), in der chines. Provinz Hu-pe, auf dem linken Ufer des Flusses Han-kiang, an dessen Mündung in den Mang-tse-kiang gelegen, ist der wichtigste Handelsplatz des centralen China und gleichzeitig außer I-tschang der westlichste der traktatmäßig dem Fremdenverkehr geöffneten Häfen. Ihm gegenüber, auf dem rechten Ufer des Han, liegt die Stadt Hanjang, und beiden gegenüber, auf dem rechten Ufer des Hang-tse-kiang, Wutschang, der Hauptort (chines. Fu) der Provinz Hu-pe. Alle drei sollen vor dem Taipingkriege eine Gesamtbevölkerung von über 5 Mill. E. gehabt haben, wurden aber in diesem blutigen Kriege vollständig zerstört. Infolge des blühenden Handels hat sich H. seitdem wieder zu einer Stadt von 5—-600000 E. zels der und bildet jetzt den Centralpunkt des Handels der Provinzen Hu-pe, Hu-nan, Sz'rtschwan und Kwei-ischou. Zwei Dampfschifflinien vermitteln dreimal 1. Verkehr mit dem 936,5 km entfernten Shangai. Außerdem steht eine große Anzahl chines. Dschonken im Dienste des Handels. Die handeltreibenden Einwohner gehören großenteils andern Provinzen an und es ist ihrer Thätigkeit gelungen, im Importgeschäft die Europäer zu überflügeln. Der Wert der Ausluhr belief sich 1882 auf 36 348 900, der der Einfuhr dagegen nur auf 57000 Reichsmark.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 818Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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