Singer (Edmund), Violinvirtuos, geb. 14. Okt. 1831 zu Tottis in Ungarn, trat bereits mit 9 Jahren in Pest öffentlich auf, und machte mit 11 Jahren eine Konzertreise durch Ungarn und Siebenbürgen, worauf er in das wiener Konservatorium eintrat. Mit 13 Jahren hatte er diese Schule absolviert und brachte dann zwei Jahre in Paris zu, wo er in mehrern Konzerten Aufsehen erregte. Im Ronie 1846 kehrte er nach Pest zurück und wurde onzertmeister und Soloviolinist am deutschen Stadttheater. Im J. 1851 unternahm er Konzertreisen durch Deutschland, Holland, Dänemark und Ungarn, 1854 kam er als Kammervirtuos nach Weimar und wurde später zum Hofkonzertmeister daselbst ernannt, 1861 wurde er nach Stuttgart berufen, wo er als Konzertmeister, Kammervirtuos und Professor am Konservatorium thätig ist. S.s Technik zeichnet sich durch ebenso leichte als eminente Beherrschung der Saiten, sowie durch geschmeidige Bogenführung aus. In Verbindung mit Max Seifriz gab er eine große Violinschule heraus. Unter seinen im Druck erschienenen Komositionen für Violine befinden sich Konzertstücke, Phantasien, Studien, Capricen u. s. w.