Sitte nennt man im weitern Sinne die zur Gewohnheit gewordene Art und Weise des Thuns und Lassens im Verkehr mit andern und in der Lebensführung überhaupt, sowohl bei einzelnen Menschen, als auch bei Gesellschaften, Familien, Stämmen und Völkern. Gesittung ist soviel wie gute Lebensart; unter Sittlichkeit versteht man ein nach den Grundsätzen moralischer Gesinnung geregeltes Betragen. (Vgl. Moral.) —
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei